Die AWO Sachsen begrüßt Aussagen des Sächsischen Kultusminister Christian Piwarz

Gestern wurden die Ergebnisse der im Mai veröffentlichten, landesweiten Kita-Befragung in Gegenwart des Sächsischen Kultusminister Christian Piwarz der Fachöffentlichkeit vorgestellt.

Nach einer ausführlichen Darstellung der Befragungsergebnisse durch Prof. Lutz Hagen vom Kommunikationswissenschaftlichen Institut der TU Dresden, wurden die Empfehlungen des Beirats zur Einführung von 2 Stunden mittelbarer pädagogischer Arbeitszeit je Vollzeitäquivalent ab dem 1. Juli 2019 diskutiert und gewürdigt.

Auch die Arbeiterwohlfahrt als Trägerverband von 210 sächsischen Kindertageseinrichtungen begrüßt die geplante Einführung einer mittelbaren pädagogischen Arbeitszeit, die zur Vor- und Nachbereitung der pädagogischen Arbeit, für Elterngespräche und zu Teamberatungen einen wichtigen Schritt zur Entlastung der Erzieherinnen und Erzieher darstellen. Dennoch bedarf es einer ganzheitlichen Bildungsstrategie, welche den Bedarfen eines jeden Kindes in der Tagesbetreuung umfassend gerecht wird.

„Die Ergebnisse der Befragung zeigen deutlich, worauf der Schwerpunkt einer einheitlichen Kita-Strategie gelegt werden sollte“ erklärt AWO Landesgeschäftsführer David Eckardt: „86 Prozent der Fachkräfte und 83 Prozent der Eltern halten die Verbesserung des Personalschlüssels für die wichtigste Maßnahme - noch vor der Vor – und Nachbereitungszeit. Dies gilt es in der weiteren politischen Diskussion zur frühkindlichen Bildungsqualität unbedingt zu berücksichtigen“. Die Ergebnisse stimmen mit den Forderungen der AWO zur Absenkung des Personalschlüssels auf 1:4 in Kinderkrippen, 1:10 in Kindergärten und 1:16 in Horten überein.

Die Arbeiterwohlfahrt begrüßt das Angebot des Ministers, ein Konzept zur Qualitätsentwicklung für die Kindertagesbetreuung zu entwickeln, das über den kommenden Doppelhaushalt 2019/2020 hinausgeht und bei dessen Entwicklung sich alle Beteiligten aktiv einbringen sollen. Die AWO wird diese Möglichkeit intensiv nutzen.