Eine Gruppe, die in Flüchtlingsdiskussionen oft vernachlässigt wird, ist die der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UMF). Diese Kinder und Jugendlichen haben einen doppelten Schutzbedarf auf Grund ihres Alters und ihrer Flüchtlingseigenschaft.

Leider bewegen sie sich damit gleichfalls auf dem schmalen Grat zwischen Kinderrechten und Flüchtlingsabwehr. Insbesondere diejenigen UMF im Alter von 16 und 17 Jahren fallen in vielen Fällen durch das Netz der Jugendhilfe oder bekommen von vornherein keinen Zugang dazu. Beispielhaft positiv war 2005 die Novellierung des § 42 im Kinder- und Jugendhilfegesetz, nach der erstmals namentlich auch die Inobhutnahme aller UMF für Jugendämter verpflichtend ist. Der Bundesfachverband UMF e.V. hat Standards zur Inobhutnahme der UMF in einem Leitfaden festgehalten. Dieser Handlungsleitfaden und der gesamte Umgang mit UMF sollen die Schwerpunkte des geplanten Fachtages sein.

Die Veranstaltung bietet Stellen aus ganz Sachsen die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch untereinander, zum Kennenlernen unterschiedlicher Praxis in den einzelnen Kommunen sowie zur Weiterbildung der TeilnehmerInnen in den Bereichen Jugendhilfe und Aufenthaltsrecht speziell für die Gruppe der UMF.


Veranstalter

  • Arbeitsgruppe In- und Ausländer e.V
  • Die Ausländerbeauftragte der Stadt Chemnitz
  • Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V.
  • AWO Chemnitz und Umgebung e.V.
  • Friedrich-Ebert-Stiftung Dresden
  • Staatsministerium für Soziales
  • und Verbraucherschutz Sachsen

Informationsmaterial